Über Westfalen
Westfalen gehört zu den ältesten Kulturlandschaften. Bereits in der Altsteinzeit waren die Neandertaler hier als Jäger und Sammler unterwegs.
Der Begriff Westfalen trat erstmals im Frühmittelalter in den Reichsannalen Karls des Großen auf. Ein tiefer Einschnitt in der Geschichte war die Reformation und der Dreißigjährige Krieg. Der westfälische Doppelfriede von Münster und Osnabrück hat den Krieg beendet und war ein europäisches Ereignis ersten Ranges. Nach der Aufhebung der geistlichen Staaten entstand 1807 das „Königreich Westphalen“, allerdings auf nur wenigen der als bis dahin als westfälisch geltenden Gebieten. Als preußische Provinz Westfalen war unsere Region von 1816 bis 1946 erstmals ein einheitliches, politisches Gebilde. 1946 legte die britische Militärregierung die Rheinprovinz und Westfalen zum neuen Bundesland Nordrhein-Westfalen zusammen.
Heute leben in Westfalen mehr als 8,2 Millionen Menschen auf rund 21 500 km². Der Westfale wird als positiver, weltoffener und gastfreundlicher Mensch gesehen. Die meisten Bundesbürger verbinden mit Westfalen eine attraktive, ländliche Region*. Zudem wissen Westfalen zu feiern und zu genießen. Dies zeigt sich bei zahlreichen traditionellen Schützen-, Volks- und Kirchenfesten. Begonnen in den 1950er Jahren und beschleunigt durch den Strukturwandel haben auch die Gastronomie und der Tourismus einen rasanten Wandel und Aufstieg durchgemacht. Westfalen gehört zu den Spitzenregionen Europas und birgt noch erhebliches Potenzial.
*Meffert, H. und C. Ebert (2003): Marke Westfalen
